SV Niederschopfheim – Offenburger FV 2:4 (0:2)
SV Niederschopfheim: S. Süme – Lehmann, Leist, T. Möschle (46. Pies), Götz, Schaub, Weingart, T. Süme (07. Roche), E. Möschle (46. Gerasch), Geiler (72. Schillinger), Leidinger (80. Giedemann)
OFV: Jurkovic – Feurer, Mayer, Bruckner, Kummer (85. Schultheis), Kuolt, T. Jäger, Baßler (59. L. Jäger), Yildiz (90. +3 Isik), Kaba, Martini
Tore: 0:1 Baßler (27.), 0:2 T. Jäger (45. + 1), 1:2 Leist (53./ Foulelfmeter), 2:2 Gerasch (62.), 2:3 Martini (67.), 2:4 Yildiz (76.)
Sinan Süme hält Foulelfmeter von Maximilian Kuolt/ OFV (79.)
Schiedsrichter: Josef Mourad (Freiburg)
Zuschauer: 435
Niederschopfheim (TDe) – Im ersten Spiel der neuen Landesliga-Saison wollte der SV Niederschopfheim gegen den OFV direkt eine Duftmarke setzen. Am Ende wurde es mit der 2:4 Heimniederlage schon fast eine peinliche Schlappe. Der Gastgeber erwischte aber auch keinen guten Start, denn bereits in der 7. Minute musste Timurhan Süme verletzt vom Platz. In der Folge war der OFV deutlich agiler und zielstrebiger nach vorne, während der SVN keinen richtigen Zugriff fand und Einsatz und Aggressivität fehlten. Die Chancen für die Offenburger häuften sich und nach mehreren Glanztaten von Sinan Süme fiel dann fast zwangsweise das 0:1 durch einen Distanzschuss von Erik Baßler in der 27. Minute. Denkbar ünglücklich für die Blauen kann sich in der Nachspielzeit der ersten Hälfte Amadou Kaba auf der rechten Außenbahn durchsetzen, Thomas Jäger im Rückraum bedienen, und der verwandelt erneut mit einem Distanzschuss zum 0:2 Pausenstand. Nach dem Pausentee bringt der SVN mit Jonas Pies und Tim Gerasch frische Kräfte. Aber Lucas Martini hat gleich die Doppelchance, um den Sack für den OFV zu zumachen. Sinan Süme, bester Spieler an diesem Tag bei den Hausherren, kann zunächst schlimmeres verhindern. Für den SVN aber ein Weckruf und nach einer ungeschickten Abwehraktion im Strafraum gegen Felix Weingart kommt in der 53. Minute der Pfiff zum Elfmeter. Max Leist verwandelt sicher zum 1:2 Anschluss. Keine zehn Minuten später dreht der SVN die Begegnung mit einem Traumtor von Tim Gerasch, der den Ball in der Distanz volley nimmt und in der 62. Minute zum Ausgleich ins Netz zimmert. Was dann folgte, machte nicht nur SVN-Coach Jan Herdrich fassungslos. Anstatt das Momentum mitzunehmen und in den restlichen 30 Minuten in Ruhe auf einen möglichen Dreier zu spielen, lud der SVN die Gäste vollkommen unnötig zum kontern ein, was die Roten in der 67. Minute (Lucas Martini) und in der 76. Minute (Nukan Yildiz) dankbar annahmen. Wenn Herdrich von einem möglichen Debakel für sein Team spricht, dann bezieht sich das unter anderem auf einen vom OFV verschossenen Elfmeter in der 79. Minute, nach einem unnötigen Foul an der Strafraumgrenze und einer Rettungstat von Max Leist auf der Linie in der 82. Minute. „Leistung und Resultat sind ernüchternd, der OFV war uns physisch überlegen und wir können uns bei Sinan bedanken, dass es nicht schlimmer kam. Hoffentlich ein Warnschuss zur rechten Zeit.“ fasste Jan Herdrich nach dem Spiel zusammen.
Bericht: Thomas Delong
Foto: Chiara Torzi