SV Niederschopfheim – SV 08 Kuppenheim 3:3 (3:1)
SV Niederschopfheim: S. Süme – Wagner, Gerasch, Götz (76. Müller), Schaub, Weingart, Pies, Giedemann (72. T. Möschle), T. Süme (61. Weber), Leidinger (66. Reiß), Prieto (86. Mayer)
SV 08 Kuppenheim: Manz – Schlegel, Bajusic, Otto (81. Maier), Buttermilch (65. Körber), Kandic (59. Vögele), Giardini (65. Koch), Kwasniok, Mirkovic, Gündüz, Müller
Tore: 0:1 Kandic (8.), 1:1 Leidinger (15.), 2:1 Leidinger (31.), 3:1 T. Süme (37.), 3:2 Gündüz (75.), 3:3 Vögele (77.)
Schiedsrichter: Mera-Linz (Schopfheim)
Zuschauer: 211
Niederschopfheim (TDe) – Etwas ratlos blieben die heimischen Zuschauer nach dem Kellerderby in der Fußball-Verbandsliga zwischen dem SV Niederschopfheim und dem SV 08 Kuppenheim zurück. Um weiter im Rennen um den Klassenerhalt zu bleiben, waren drei Punkte gegen den direkten Konkurrenten eigentlich Pflicht. Aber bereits in der 8. Minute lagen die Blauen 0:1 zurück. Einen Diagonalball von der rechten Seite auf Emanuele Giardini in der Nähe der linken Eckfahne gespielt, eine scharfe Hereingabe vor das Tor und Nikola Kandic spitzelt aus kürzester Distanz den Ball über die Linie. So einfach kann Fußball sein. Und in den folgenden Minuten hätte Kuppenheim nachlegen können. Leon Müller zieht von rechts alleine auf das SVN-Tor zu und Jonas Wagner klärt im letzten Moment sauber im Strafraum zur Ecke. Die Ecke wird in der Folge fast direkt verwandelt, im zweiten Anlauf setzt Kuppenheim’s Wagner per Kopf knapp über das Tor. Glück für die Blauen, aber gleichzeitig der Weckruf. In der 12. Minute wird Luis Leidinger von der linken Seite angespielt und erzielt per Hacke den 1:1 Ausgleich. Langer Abschlag von Sinan Süme auf Tim Gerasch, der bedient erneut Luis Leidinger und Kuppenheim klärt auf der Linie. Jetzt rollte Niederschopfheim und zeigte Effizienz. Felix Weingart über die rechte Seite, Flanke auf Luis Leidinger in zentraler Position, der den Ball in der 31. Minute über die Unterkante Latte zum 2:1 in den Kuppenheimer Kasten brachte. Sechs Minuten später geht es über die linke Außenbahn mit Yannic Prieto, der bedient Timurhan Süme am langen Pfosten und der vollendet unbedrängt zum 3:1 für den SVN. Das Spiel gedreht und mit einer sicheren Führung in die Pause, für die Zuschauer schien alles nach Plan zu laufen. Aber dieser Halbzeitstand löste nur bei den Gästen einen Effekt aus. Kuppenheim übernahm in den zweiten 45 Minuten das Spiel und drückte auf Ergebniskorrektur. Dabei zeigte der Gast keineswegs spielerische Glanzpunkte, und trotzdem wuchs die Sorge auf den Rängen, dass der SVN mit der passiven Spielweise die Partie noch aus der Hand geben könnte. Und die Befürchtungen trafen innerhalb von drei Minuten in der letzten Viertelstunde ein. Mit zwei simplen Spielzügen konnte Kuppenheim in der 75. und 77. Minute nicht nur den Anschluss durch Erdem Gündüz herstellen, sondern der eingewechselte Simon Vögele erzielte den 3:3 Ausgleich. Kuppenheim setzte jetzt alles auf eine Karte und wollte den Dreier holen. Offensiv fand der SVN in der zweiten Hälfte kaum statt, aber in der Nachspielzeit noch einmal die Chance auf den Lucky Punch. Zwei Freistöße an der Strafraumgrenze, eine Ecke und ein weiter Einwurf boten die Möglichkeit, noch einmal die Partie zu drehen, was aber nicht gelang. Zwei verlorene Punkte, die noch wehtun können.
Bericht: Thomas Delong
Foto: Lena Biegert