SV Niederschopfheim – 1. FC Rielasingen-Arlen 0:4 (0:2)

SV Niederschopfheim: S. Süme – Wagner, Müller, Götz, Giedemann (46. Reiß), Schaub (73. Seger), Pies (60. T. Möschle), Weingart, T. Süme (60. Leidinger), Pietro (66. E. Möschle), Weber

1. FC Rielasingen-Arlen: Pelin – M. Ernst, Köferlin, Fernandez, Moosmann, Adler (63. Djelili), Kunze (82. Wellhäuser), Eschweiler, B. Ernst (63. Joham), Sattler, Uhl (78. Künstner),

Tore: 0:1 Eschweiler (37.), 0:2 Sattler (45.), 0:3 B. Ernst (56.), 0:4 B. Ernst (68.)

Zuschauer: 172

Schiedsrichter: Ruiz (Frankreich)

Niederschopfheim (TDe) – Als zu dickes Brett im Abstiegskampf erwies sich in der Fußball-Verbandsliga der 1. FC Rielasingen-Arlen für den gastgebenden SV Niederschopfheim, der mit einer 0:4 Niederlage eine regelrechte Lehrstunde serviert bekam. Der Tabellenvierte war von Beginn an engagiert, presste früh und zwang den SVN nahezu über 90 Minuten immer wieder zu Fehlern im Aufbau. Dabei sorgten die schnellen Spieler in den Reihen der Gäste von der Radolfzeller Aach, vor denen SVN-Coach Jan Herdrich im Vorfeld bereits gewarnt hatte, immer wieder für Gefahr rund um den Strafraum. Bereits in den ersten zehn Minuten konnte sich Sinan Süme im Tor der Blauen bei drei Chancen der Rielasinger auszeichnen, bevor sich die Möglichkeit für den SVN zur Führung ergab. Einen Distanzschuss von Felix Weingart kann Ersatztorhüter Serghei Pelin nur nach vorne abprallen lassen, aber Yannic Prieto kommt einen Schritt zu spät für den Torerfolg, Pelin klärt im Nachfassen. Das blieb dann bereits die einzige erwähnenswerte Chance für die Hausherren in der ersten Hälfte. Ein kapitaler Fehler in der Vorwärtsbewegung ermöglicht dem schnellen Leon Sattler, alleine auf das SVN-Tor zu laufen, er scheitert aber im Eins gegen Eins an der Fußabwehr von Sinan Süme. Insgesamt lief bei den Rielasingern sehr viel über Sattler, auch wenn sein Trainer mit der Chancenverwertung vermutlich nicht glücklich war. Nach gut einer halben Stunde zauberte Sinan Süme mit einer weiteren Glanzparade gegen Luca Uhl, der von vorne bis hinten auf nahezu jeder Position beim 1. FC zu sehen war und mit enormen Laufpensum als einer der großen Aktivposten in seinem Team auffiel. In der 37. Minute konnte dann auch Süme nicht mehr helfen. Nach einer Ecke bekommt Robin Eschweiler den Ball an den Fuß und muss aus kurzer Distanz nur noch zum 1:0 für Rielasingen einschieben. Und wie eine Woche zuvor erlebt der SVN in der Schlussminute der ersten Hälfte den vorzeitigen KO. Rielasingen kontert über die linke Außenbahn und diesmal verwertet Leon Sattler ins lange Eck zum 2:0. Nach der Pause ein Aufflackern beim SVN. Prieo setzt sich über links durch und wird kurz vor dem Strafraum gefoult. Der Freistoß von Felix Weingart in der 48. Minute wird zur Ecke geklärt, die nichts erwähnenswertes einbringt. In der 56. Minute darf Rielasingen auf 3:0 erhöhen. Die Abwehr verschätzt sich bei einem langen Ball, der über den Verteidiger hinweggeht und Brian Ernst alleine vor dem Tor vor keine Probleme stellt. Trotz des Resultates gab es wenigstens etwas Erheiterung durch den Rasensprenger, der kurz darauf seinen Dienst einsetzte und die Partie kurzzeitig unterbrach. Der gebrauchte Tag für die Blauen setzte sich mit dem Ausfall von Yannic Pietro wegen einer Bänderverletzung und der Auswechslung in der 66. Minute fort. Unmittelbar darauf die endgültige Entscheidung. Fehler im Aufbau beim SVN, vier Rote dürfen auf das Tor zulaufen und Brian Ernst erzielt über die linke Außenbahn kommend in der 68. Minute das 4:0. Marlon Weber holt sich in der 82. Minute bei einer Abwehraktion eine Zerrung und da das Wechselkontingent zu diesem Zeitpunkt bereits ausgeschöpft ist, spielen die Schopfheimer in Unterzahl zu Ende. Als sich kurz vor Ende Sinan Süme im Tor ebenfalls verletzt, hat der französische Schiedsrichter trotz Sprenger-Unterbrechung bald ein Einsehen und pfeift ab. Sechs Spieltage vor dem Ende der Runde wird das Rechnen beim SVN größer. Aber bei drei Partien gegen direkte Konkurrenten ist im Keller weiterhin alles möglich.

Bericht: Thomas Delong
Foto: Chiara Torzi