SV 08 Laufenburg – SV Niederschopfheim 2:2 (1:0)

SV 08 Laufenburg: Topka – de Cassan (76. Hackenberger), Zölle, Ortancioglu, Langendorf (80. Oeschger), Esser, Hanser (63. Armenio), D‘ Accurso, Knab (84. Mendy), Schmidt (64. Schäuble)

SV Niederschopfheim: Veilandics – Götz, Gerasch (87. Mayer), Schaub, Giedemann (63. T. Möschle), Wagner, Weingart, Pies (87. Müller), T. Süme (46. Weber), Pietro, Leidinger (80. Reiß)

Tore: 1:0 Knab (31.), 1:1 Prieto (66.), 2:1 Knab (77.), 2:2 Prieto (90. + 6)

Schiedsrichter: Züfle (Böhringen)

Zuschauer: 130

Laufenburg (TDe) – Das Spiel der Fußball-Verbandsliga in Laufenburg begann zunächst mit 45 Minuten Verspätung. Vom Osterverkehr und der Baustelle auf der A 5 überrascht, traf der Bus mit dem SV Niederschopfheim erst zum ursprünglich geplanten Anpfiff beim SV 08 Laufenburg ein. Entsprechend dauerte es, bis die Blauen im Spiel ankamen und auf Betriebstemperatur waren. Bis dahin dominierte der Gastgeber und kam in der 8. Minute zur ersten, doppelten Großchance durch Knab und Esser, die beide Jonas Veilandics, beim SVN im Tor der Ersatz für den beruflich verhinderten Sinan Süme, parierte. Viel lief beim SV 08 über die linke Seite von Daniel Langendorf und die schnellen Vorstöße waren nicht nur für die Abwehr des SVN, sondern auch für das Schiedsrichtergespann bei den Abseitsentscheidungen eine Herausforderung. In der 13. Minute die nächste Gelegenheit für Veilandics, sich auszuzeichnen. Sebastian Schmidt kommt über die rechte Außenbahn und fordert den Torwart aus spitzen Winkel zur Parade. Kurz darauf der erfolglose Versuch von Sandro D‘ Accurso, Doppeltorschütze für Laufenburg im Hinspiel, einen Elfmeter zu bekommen. Aber mehr als eine der sieben Ecken in der ersten Halbzeit für Laufenburg gewährt ihm der Schiedsrichter nicht. Niederschopfheim gelingen nur wenige Vorstöße in die Nähe des Laufenburger Strafraums und echte Torchancen bleiben Mangelware. So fällt fast zwangsweise der erste Treffer für die Gastgeber in der 31. Minute. Nach einer Ecke kann der Ball nicht sauber vom SVN geklärt werden, Sandro Knab wird in Höhe des Elfmeterpunktes erneut bedient und kann vollkommen freistehend ein Traumtor zum 1:0 per Fallrückzieher erzielen. Bis zur Pause folgten weitere Chancen durch Esser und D‘ Accurso, den die Blauen gegenüber dem Hinspiel diesmal aber besser im Griff hatten. Nach Wiederanpfiff war der SVN endgültig angekommen, hielt jetzt dagegen und erspielte sich erste Chancen. Der eingewechselte Marlon Weber bringt Druck über die rechte Außenbahn und seine Hereingabe auf den lauernden Luis Leidinger kann im letzten Moment zur Ecke geklärt werden. In der 66. Minute der verdiente Ausgleich. Erneut ist Weber an der Vorarbeit über die rechte Seite beteiligt, der Ball landet halbrechts bei Yannic Prieto und der hämmert ihn humorlos ins Netz zum 1:1. Niederschopfheim in der Folge dem 2:1 näher als die Hausherren, aber kurz vor Ostern verteilte der SVN Geschenke. In der 77. Minute ein unnötiger und kapitaler Fehlpass in die Beine des Gegners, der die erste Chance sogar noch vergibt, aber im zweiten Anlauf erzielt Sandro Knab seinen zweiten Treffer zur Laufenburger Führung. Die Gäste schüttelten sich und versuchten jetzt alles, wenigstens noch den einen, wichtigen Punkt zu holen. Alles wurde nach vorne geworfen, sogar Torwart Veilandics, was bei Kontern auch hätte schief gehen können. In der 85. Minute geht D‘ Accurso alleine durch und hätte den Deckel aus Laufenburger Sicht drauf machen müssen, verzieht aber. So wird mit der letzten Aktion in der Nachspielzeit der Einsatz des SVN belohnt. Yannic Prieto tankt sich auf der linken Seite durch, setzt sich gegen mehrere Laufenburger durch und bringt den Ball Richtung langes Eck, wo er an Freund und Feind vorbei zum 2:2 ins Tor kullert. Danach direkt der Abpfiff. SVN-Trainer Jan Herdrich lobte nach dem Spiel vor allem Einstellung und Kampfgeist seiner Mannschaft: „Die erste Hälfte war nicht so toll, vor allem mit dem Ball. Aber in den zweiten 45 Minuten hat die Einstellung gestimmt und wir haben zweimal den Rückstand aufgeholt. Entsprechend gut war die Stimmung auf der Rückfahrt. Jetzt müssen wir diesen Moment mitnehmen und uns auch einmal mit drei Punkten belohnen.“

Bericht: Thomas Delong
Foto: Lena Biegert