FC Wolfenweiler-Schallstadt – SV Niederschopfheim 4:2 (4:2)
FC Wolfenweiler-Schallstadt: Neumann – Gehring, Senftleber, Weber (54. Hesse), Späth, Klein, Gartner, Hartmann (44. Holderer), Häring (86. Hoss), Redzic (54. Faßbinder), Leib
SV Niederschopfheim: Veilandics – Wagner, Schaub, E. Möschle (84. Seger), Eichhorn (46. T. Möschle), Weingart, Gerasch (67. T. Süme), Wieckenberg (59. Müller), Pies, Leidinger, Mayer (67. Giedemann)
Tore: 1:0 Redzic (2.), 2:0 Redzic(19.), 3:0 Leib (26.), 3:1 Leidinger (30.), 4:1 Leib (32.), 4:2 Leidinger (36.)
Schiedsrichter: Züfle (Böhringen)
Zuschauer: 115
Schallstadt (TDe) – Nach den sieben Toren aus dem Hinspiel konnten die Zuschauer im Aufsteigerduell der Fußball-Verbandsliga zwischen dem FC Wolfenweiler-Schallstadt und dem SV Niederschopfheim erneut ein Spektakel erleben. Der Gast aus der Ortenau musste zunächst aber kurzfristig seine Aufstellung ändern, da Maurice Götz nach dem Warmmachen auf einen Einsatz verzichten musste. Und der Minutenzeiger hatte noch keine Umdrehung hinter sich, als Jonas Veilandics als Ersatz für den beruflich verhinderten Sinan Süme im Tor der Blauen die erste Bewährungsprobe bei einem Flachschuss von rechts bestand. Keine Minute später musste er aber hinter sich greifen. Die SVN-Abwehr ist unsortiert und erlaubt Dino Redzic aus kurzer Distanz die schnelle Führung für die Gastgeber. Im Gegenzug der erste Aufreger der Begegnung, als der Gast vehement einen Handelfmeter forderte, aber keine offenen Ohren beim Schiedsrichter fand. Es ging munter weiter und ein Freistoß von Elias Möschle aus halblinker Position kann vom sonst nicht immer sicheren Torhüter der Wölfe, Marcel Neumann, zur Ecke geklärt werden. Weitere Gefahr durch einen Weingart-Freistoß in der 17. Minute, von der Grundlinie aus scharf auf das Tor geschlagen und auf der Linie nur per Faust geklärt. Zwei Minuten später werden die Blauen über links ausgekontert und Dino Redzic gelingt der zweite Treffer, trocken ins lange Eck vollendet. Niederschopfheim hat weiterhin Probleme mit dem schnellen Umschaltspiel der Wölfe auf den kurzen Kunstrasenfeld und wird sieben Minuten später erneut überrannt. Ein langer Ball landet zentral bei Mika Leib und ihm gelingt mit dem 3:0 (26. Minute alleine vor Veilandics die Vorentscheidung in dieser Partie. Hoffnung keimt beim SVN in der 30. Minute auf. Weitere Einwurf von Hennrik Mayer, Luis Leidinger setzt sich in klassischer Stürmermanier im Strafraum durch und erzielt den 1:3 Anschlusstreffer. Vielleicht hätte das Spiel kippen können, wenn sich die Blauen nicht sofort das nächste Tor einfangen. Wieder spielen die Wölfe schnell über links, der Ball landet im Zentrum und auch Mika Leib darf in der 32. Minute sein zweites Tor zum 4:1 erzielen. Und es ging munter weiter in Schallstadt. In der 36. Minute setzt sich Tim Gerasch stark auf der rechten Außenbahn durch, bedient Luis Leidinger im Strafraum und der Stürmer des SVN darf ebenfalls sein zweites Tor erzielen. Damit war in der ersten Hälfte noch nicht Schluss mit der Aufregung. Langer Ball auf Felix Weingart in der 41. Minute auf der linken Seite, Torwart Neumann klärt. Eine Minute später kommt Jonas Pies im Strafraum zu Fall und erneut finden die Proteste kein Gehör beim Schiedsrichtergespann. Den Wölfen geht es erneut eine Minute später nicht anders. Tobias Klein kommt im Strafraum zu Fall und auch hier lässt sich der Schiedsrichter von den wütenden Protesten nicht beeindrucken und lässt die Pfeife stecken. In der Pause und mit dem Stand von 4:2 konnten die Nerven erst einmal beruhigt werden. Offener Schlagabtausch in der zweiten Hälfte mit Chancen auf beiden Seiten für weitere Treffer. Die beste dabei für die Wölfe. In der 82. Minute landet ein Freistoß auf der Latte, im Nachgang der Ball im Netz, aber Abseits. So endet das Spiel mit den sechs Toren aus der ersten Hälfte und insgesamt 19 Ecken. Angefressen am Ende der Begegnung SVN-Coach Jan Herdrich: „Enttäuschend. Die ersten 20 Minuten komplett verschlafen, nicht auf dem Platz gewesen und verdient 0:3 hinten. Dann kommt zwar eine gute Reaktion der Mannschaft, aber nach dem 1:3 direkt der nächste Gegentreffer. Zweite Hälfte klar besser, aber unter dem Strich zu wenig, kein Punkt und enttäuschend.“ Der SV Niederschopfheim überwintert jetzt auf einen Abstiegsplatz, aber Jan Herdrich bleibt optimistisch und setzt auf Angriff in der Rückrunde.
Bericht: Thomas Delong
Foto: Daniel Thoma (fupa.net)